Rechtliche Regelung Schweiz

Schweizer Bedarfsgegenständeverordnung

817.023.21 Verordnung des EDI über Bedarfsgegenstände


In der Schweizer Bedarfsgegenständeverordnung sind unter anderem Materialien und Gegenstände für den Kontakt mit Lebensmitteln geregelt. Bei der Änderung der Verordnung vom 1.4.2008 wurden Regelungen für Druckfarben („Verpackungstinten“) eingeführt. Seit dem 1.4.2010 dürfen nur noch Verpackungen an den Verbraucher abgegeben werden, welche mit Druckfarben bedruckt wurden, die dieser Verordnung entsprechen.

Die wichtigsten Regelungen dieser Verordnung:

  • Druckfarben dürfen nur noch aus Stoffen zusammengesetzt sein, die in Anhang 1 und Anhang 6 gelistet sind.
  • Anmerkung: Die Listen in Anhang 6 wurden vom Europäischen Verband der Druckfarbenhersteller erarbeitet und werden z.Zt. noch vom BAG (Bundesamt für Gesundheit) überarbeitet.
  • Die Listen in Anhang 6 bestehen aus zwei Teilen:
    Teil A: Stoffe, die einer offiziell anerkannten wissenschaftlichen Prüfung unterzogen wurden. Sofern in dieser Liste Grenzwerte für die Migration angegeben sind, müssen diese eingehalten werden.
    Teil B: Stoffe, die keiner offiziell anerkannten wissenschaftlichen Prüfung unterzogen wurden. Eine Migration dieser Stoffe darf nicht nachweisbar sein bzw. darf 0,01 mg/kg nicht überschreiten.
  • Farben müssen nach GMP hergestellt und verwendet werden.